Prozessanalyse und Automatisierung für Mittelstand und Handwerk.
Erst schaue ich mir an, wie bei euch tatsächlich gearbeitet wird — mit den Leuten, die es täglich machen. Danach verschwindet die Arbeit, die jeden Tag anfällt und niemanden weiterbringt: Daten übertragen, Dokumente erzeugen, Anfragen vorsortieren.
Warum die Analyse vor dem Werkzeug kommt
Automatisierung, die auf einem schlecht verstandenen Ablauf aufsetzt, macht den schlechten Ablauf schneller. Das ist keine Verbesserung, sondern eine Verfestigung — hinterher ist der Umweg in Software gegossen und schwerer zu ändern als vorher.
Deshalb steht am Anfang keine Werkzeugauswahl, sondern ein Nachmittag neben den Leuten, die die Arbeit machen. Nicht im Besprechungsraum mit der Führungsebene, sondern am Platz: Welche Datei wird wohin kopiert? Wo wird auf jemanden gewartet? Welcher Schritt existiert nur, weil vor drei Jahren einmal etwas schiefging?
Das Ergebnis ist eine nüchterne Aufstellung: wo die Zeit hingeht, welche Schritte sich lohnen zu automatisieren, und welche man besser einfach abschafft. Manchmal ist die beste Automatisierung, einen Schritt ersatzlos zu streichen.
Was sich typischerweise automatisieren lässt
Die lohnenden Kandidaten sehen fast überall gleich aus: Aufgaben, die häufig vorkommen, klaren Regeln folgen und niemanden fachlich fordern.
- Abläufe aufnehmen, Engpässe benennen, Aufwand und Nutzen beziffern
- Wiederkehrende Aufgaben automatisieren, vom Angebot bis zur Rechnung
- Bestehende Systeme verbinden: CRM, Warenwirtschaft, E-Mail, Ablage
- Vorhandene Software um KI erweitern, statt sie zu ersetzen
Systeme verbinden statt ersetzen
In den meisten Betrieben ist das eigentliche Problem nicht ein einzelnes schlechtes System, sondern der Graben zwischen mehreren guten. Das CRM weiß etwas, das die Warenwirtschaft bräuchte. Die Ablage hat das Dokument, das im Angebot landen müsste. Überbrückt wird das heute von Menschen, die abtippen und weiterleiten.
Diese Gräben lassen sich fast immer schließen, ohne eines der beteiligten Systeme anzufassen — über die Schnittstellen, die sie ohnehin mitbringen. Das ist unspektakulär, deutlich billiger als eine Ablösung, und es lässt eure eingespielten Werkzeuge in Ruhe.
Wo KI dabei hilft, kommt sie dazu: Freitext einsortieren, aus einer Mail die relevanten Angaben ziehen, einen Entwurf vorbereiten, den ein Mensch freigibt. Wo klassische Regeln reichen, bleibt es bei klassischen Regeln — die sind vorhersehbar und billiger im Betrieb.
Die Person bleibt, die Tipparbeit geht
KI ersetzt keine Menschen, sie verstärkt sie. Wer die Arbeit vorher gemacht hat, macht sie hinterher immer noch und trifft dieselben Entscheidungen. Was sich ändert, ist, womit der Tag gefüllt ist: Was wegfällt, ist das Abtippen, das Weiterleiten und das Hinterherprüfen.
Das ist keine Beruhigungsformel, sondern eine Bedingung dafür, dass es funktioniert. Automatisierung, die als Stellenabbau ankommt, wird von genau den Leuten unterlaufen, deren Mitarbeit sie braucht. Deshalb rede ich in der Analysephase mit dem Team und nicht nur über es.
Fragen dazu
Wie lange dauert so eine Analyse?
Für einen abgegrenzten Bereich meist ein bis zwei Tage vor Ort, plus Auswertung. Am Ende steht eine Aufstellung mit Aufwand und erwartetem Nutzen je Kandidat — auch dann, wenn das Ergebnis lautet, dass sich die Automatisierung nicht lohnt.
Müssen wir dafür unsere Systeme wechseln?
In aller Regel nicht. Der Normalfall ist, die vorhandenen Systeme über ihre Schnittstellen zu verbinden. Ein Systemwechsel ist ein eigenes, viel größeres Projekt und sollte nie ein Nebenprodukt einer Automatisierung sein.
Was passiert mit unseren Daten, wenn KI im Spiel ist?
Das klären wir, bevor irgendetwas gebaut wird: welche Daten das Haus verlassen dürfen und welche nicht. Wenn Daten nicht raus dürfen, ist das eine Anforderung wie jede andere — kein Grund, das Projekt zu beerdigen.
Die anderen Bereiche
Die meisten Projekte berühren mehr als einen davon.
- Softwareentwicklung und Individualsoftware aus HamburgIndividuelle Web-Anwendungen, APIs und Legacy-Modernisierung von einem freiberuflichen Software-Entwickler aus Hamburg — inklusive Beratung, die auch mal vom Neubau abrät.
- KI-Trainings für Fachbereiche und FührungskräftePraktische KI-Trainings für Fachbereiche und Führungskräfte, an euren echten Aufgaben und Dokumenten. Ausdrücklich nicht für Entwickler. Hamburg und remote.
- Claude-Skills und MCP-Server-EntwicklungEntwicklung von Claude Skills und MCP-Servern: wiederkehrende Aufgaben und Formate dauerhaft an eine KI übergeben und interne Systeme sicher anbindbar machen.
Klingt nach eurem Problem?
Ein halbstündiges Gespräch, unverbindlich. Am Ende weißt du, ob sich das lohnt — auch wenn die Antwort "eher nicht" lautet.